Die Geschichte des Heimatkundemuseums in Olmütz reicht bis zum Jahr 1883, als die Väterlandische Museumsgesellschaft gegründet wurde. In der Gegenwart zählen die Museumssammlungen insgesamt fast 1 Million Objekte. Hier können Sammlungen der Archäologie, Kunstgewerbe, Olomuciana, Ethnographie, Kartographie, Numismatik, Musik, Medizin und Pharmazie, Handel und Gewerbe, Militaria, Paläontologie, Geologie, Mineralogie, Zoologie, Entomologie, Botanik und viele kleinere Sammlungen bestaunt werden. Die architektonische Entwicklung unserer Region wird durch eine umfangreiche ikonographische Sammlung der topographischen Grafiken, Zeichnungen und Malereien dokumentiert. Beachtenswert ist auch die Kollektion von historischen Olmützer Schiezielscheiben, die u . a. auch die Ikonographie von Olomouc illustrieren. Literarische Entwicklung wird durch literarische Nachlassenschaften im literarischen Archiv des Museums belegt. Museumsphotoarchiv umfat zirka 300 000 Negative. Im Lapidarium sind über 400 unikate Exponate gelagert, welche die Bauentwicklung seit dem romanischen Still bis in das 19. Jahrhundert belegen. Die Museumsbibliothek besitzt mehr als 70 000 Bücher und verwaltet auch eine einzigartige Sammlung von 126 Manuscripten und 2000 alten Drucken.
Dauerausstellungen sind im Gebäude auf dem Platz der Republik Nr. 5 untergebracht. Dieses Gebäude war ursprünglich ein Kloster des Ordens der St. Klara. Das erste Kloster wurde hier schon im 13. Jh. errichtet, aber es wurde im18. Jh. im spätbarocken Stil umgebaut. Im Jahre1781 wurde das Kloster von Kaiser Joseph II. sowie weitere Klöster, deren Mitglieder sich nicht der Krankenpflege oder Bildung widmeten, aufgelöst. In der Klosterkirche wurde die Universitätsbibliothek untergebracht und das Klostergebäude wurde als Kaserne benutzt. Seit 1951 gehören diese Gebäude dem Heimatkundemuseum in Olmütz.
Außer den ständigen Sammlungen gibt es hier auch zwei Ausstellungssäle: der Nördliche Saal und der Große Saal (sog. Kirche). Jedes Jahr werden hier etwa 20 Ausstellungen veranstaltet.
Die archäologische Ausstellung gibt einen Überblick über die älteste Geschichte unserer Region, wobei sie ausgewählte Denkmäler der materiellen Kultur benutzt. Sie dokumentiert die Entwicklung der Besiedlung in Mittelmähren vom Paläolith bis zur slawischen materiellen Kultur. Die ältesten Funde stammen aus den paläolitischen Fundstätten in Předmostí bei Přerov, Mladeč bei Litovel und aus weiteren vorübergehenden Lageplätzen. Von der intensiven Besiedlung der Region zeugt eine Menge von handwerklich bearbeiteter Keramik einschlielich der Bronzegussproduktion. Der Beweis der Handelskontakte mit dem Hallstattgebiet ist ein unikates aus eine Bronzeziste und einigen Kochkesseln Náklo, bestehend Depot aus Náklo. Differenzieren der latänezeitlichen Gesellschaft, deren Träger die Kelten waren, wird am besten durch das Inventar eines Kriegergrabes aus Nemilany dokumentiert.
Das wichtigste Ziel dieser interessanten Dauerausstellung ist den Besuchern den technischen Fortschritt und die Entwicklung des Stils der Zeitmessgeräte von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart zu zeigen. Man findet hier die Uhren aus der Zeit der Gotik, der Renaissance, des Barocks und Klassizismus, sowie die Dokumentation über die Anfänge der Fabrikuhrerzeugung. Die Dauerausstellung stellt eine Kollektion der seit dem 16. Jh. bis zum J. 1926 erhalten gebliebenen Teile der Olmützer astronomischen Uhr dar (z. B. Uhrwerkmechanismen, Zifferblätter, Figuren, Überreste von Schnitz- und Malereidekoration). Sie gehört im europäischen Vergleich zu den einmaligen Kollektionen der Museumssamlungen.
Diese Ausstellung ist eine der meistbesuchten Ausstellungen des gesamten Museums. Im Jahre 1995 wurde sie komplett renoviert und während dieser Renovierung erfolgte erneute Präparation von etwa 500 Exponaten. Sie präsentiert die Umwelt unserer Region und die hier gegenwärtig wildlebenden Lebewesen. Insgesamt können Sie hier über 1200 Exemplare betrachten, die zu ungefähr 700 Tierarten gehören. Die Daueraustellung präsentiert die meisten der in der Tschechischen Republik lebenden Lebewesen, welche wirtschaftlich bedeutend oder anders wichtig sind und bietet eine Charakteristik von deren Lebensweise und Verbreitung. Die Besucher finden hier auch manche seltene Arten von Lebewesen, deren Vorkommen in Mähren an ausgeprägte Naturbedingungen gebunden ist.
Dauerausstellung ist geschlossen.
Die Ausstellung bietet grundlegende Informationen über geologische und mineralogische Verhältnisse in der mittelmährischen und nordmährischen Region. Ihre Einzelteile charakterisieren die geologische Entwicklung, Struktur und bedeutende geologische Phänomene. Den Schwerpunkt der Ausstellung bilden illustrative geologische und mineralogische Naturprodukte - Gesteine, Minerale, Erze und paläontologische Muster, die durch Texte und graphische und fotografische Begleitdokumentation ergänzt werden.
Dauerausstellung ist geschlossen.
Die Exposition, die in unserer Republik ganz vereinzelt ist, präsentiert der Öffentlichkeit eine botanische Untersammlung vom Heimatkundemuseum, die Samenbank der bedrohten Pflanzenarten benannt wurde. Diese Dauerausstellung entstand dank der großen Betonung der maximalen Ausnutzung des gesamten lebendigen Materials im Verlauf der Musterverarbeitung von Samenbank der bedrohten Pflanzenarten und es werden darin Pflanzen ausgenutzt, die aus vorgekeimten Samen bei Germinationstesten gezogen wurden. Während der Vegetationszeit können die Besucher die Pflanzen in allen Wachsensphasen beobachten. In der Exposition sind auch die Arten untergebracht, denen man in der freien Natur fast nicht mehr begegnet.
Exposition Bedrohte Pflanzenarten ist vom 1 April bis 30 September im Museumsinnenhof geöffnet, täglich auβer Montag von 9 bis 18 Uhr.
Öffnungszeiten:
April – September: Dienstag – Sonntag von 9 bis 18 Uhr
Oktober – März: Mittwoch – Sonntag von 10 bis 17 Uhr
Eintrittpreise:
Daueraustellungen
Einzelkarte 40 Kč
Schüler, Studenten, Senioren 20 Kč
Familienkarte 50 Kč
Austellungen
Einzelkarte 20 Kč
Schüler, Studenten, Senioren 10 Kč
Der ursprüngliche Schlosspark wurde um das Jahr 1700 errichtet. Seine gegenwärtige Gestalt erlangte der Park in dem Zeitraum von 1926 bis 1946, als ihn Quido Riedel, ein bedeutender Dendrologe, Botaniker und Gärtner, besaß. Seit dem Jahre 1965 verwaltet den Park das Heimatkundemuseum in Olmütz und 1969 wurde er zum Naturschutzgebiet – Arboretum erklärt. In der Gegenwart wachsen im Arboretum etwa 300 Formen von Laub-, Nadel- und immergrünen Holzarten.
Öffnungszeiten:
April: Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr
Mai – September: täglich auβer Montag von 8 bis 18 Uhr
Oktober: Samstag und Sonntag von 9 bis 17 Uhr
Eintrittpreise:
Einzelkarte 20 Kč
Schüler, Studenten, Senioren 10 Kč